Auf der TYCON 2005 – Tag 1

Mit seiner (nach kurzen technischen Problemen leicht verzögerten) Keynote eröffnete Kaspar offiziell die TYCON. „Inspiring People to share“ – das Motto von TYPO3 war sein Leitmotiv. Er beschrieb aus seiner persönlichen Sicht die Entwicklung der Community, die Chancen und Risiken, die er sieht und gab dann noch seine individuelle Interpretation des TYPO3 mission statements.

Auch eine neue Entwicklung hatte er im Gepäck – die Workspaces (ich hatte schon vor Wochen versucht, herausztufinden, was sich dahinter verbirgt – heute habe ich es endlich erfahren). Workspaces sind eine Anwendung der neuen Versionsverwaltung (Extension version) mit der Editoren mit der Versionsverwaltung transparent arbeiten, ohne Überhaupt wissen zu müssen, was eine Versionsverwaltung ist. Standardmäßig steht eine „Online-Version“ und eine „Offline-Version“ zur Verfügung. Der Editor kann in der „Offline-Version“ sämtliche Inhaltselmente verändern, ohne dass sich an der publizierten Website etwas tut. Erst in der „Online-Version“ können dann die Veränderungen im Detail überprüft und übernommen oder zurückgewiesen werden.

Als nächstes habe ich mir die Ausführungen von Robert Lemke zum Thema „Refaktoring“ und „Unit Testing“ angehört. Refaktoring befasst sich damit, den Code von Klassen und Funktionen zu ändern (aufzuräumen), ohne dass sich an Ein- und Ausgabe etwas ändert. Eng verbunden damit ist Unit Testing. Hier werden für alle (oder Teile der) Funktionen einer Klasse Tests geschrieben, die automatisch überprüfen, ob der Code noch das gewünschte Ergebnis liefert. Hierfür stellte er eine neue Extension (T3Unit) vor, die die PHPUnit2 aus der PEAR-Bibliothek verwedet.

Vor der Pause kam dann noch die Vorstellung des Database Abstraction Layers – zur Verwendung von TYPO3 mit anderen Datenbanken als MySQL. Im Augenblick sind Oracle, Postgres und Firebird (mehr oder weniger) getestet. Auch hier soll die Version 1.0 Ende des Jahres mit TYPO3 4.0 erscheinen.

Rene Fritz stellt das DAM vorNach der Pause stellte in TRACK A Rene Fritz das DAM (Digitales Medienmanagement) vor, das – Sie raten es vielleicht – auch zur Version 4.0 zur Verfügung stehen soll. Das DAM bietet eine Reihe neuer Möglichkeiten, große Mengen Bilder zu verwalten, zu ordnen und mit Metadaten zu versehen. Dabei können auch bereits in den Daten vorhandene Metadaten extrahiert und für die Frontendausgabe nutzbar gemacht werden. Die aktuelle Version hat zwar noch eine Reihe von Ecken und Kanten, stellt aber eine beeindruckende Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung. So können Editoren Auswahlen aus dem aktuellen Medienbestand als „Lightbox“ speichern und anderen Editoren zur Verfügung stellen.

In Track B fanden diese Referate zeitgleich statt – die ich nicht gehört habe: „Viral Marketing for TYPO3 – a case study“ von John-Robert Skrob und „Integration of TYPO3 at the Clausthal University of Technology“ von Matthias Kall. Als letzte inhaltlich Beiträge des ersten Tages habe ich mir die Vorträge über Lasttest von Ingo Schmitt anghört – die Zahl des Nachmittages waren dann die 4.000 Visits, die TYPO3 pro Stunde ausliefern konnte.

Die Vorstellung der eGovernment-Aktivitäten der Stadt Hamburg war danach für meinen Geschmack etwas zu wenig auf TYPO3 bezogen, so dass ich in der Mitte des Vortrags den Track gewechselt habe und mir noch etwas zu den Extensions „Static Publish“ und „Static Upload“ angehört habe. Dabei geht es darum, komplett statische Seiten aus TYPO3 zu erzeugen und irgendwo anders zu publizieren. Was wiederum auch gut für die Performance ist… So, nun gibt es noch ein „social event“ – das Abendessen, dem ich mich nicht verweigern möchte.

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