Die Daten sind sicher…

Es ist ja recht praktisch, Dateien bei Anbietern wie Youtube, Vimeo oder auch flickr unterzubringen. So praktisch und einfach, dass es viele gibt, die eigene Videos auf ihrer eigenen Website via Youtube einbinden.

So zum Beispiel auch Alexander Lehmann, der seinen preisgekrönten Film "Du bist Terrorist" nicht nur bei Vimeo eingestellt hat, sondern ihn darüber auch auf seiner Homepage http://dubistterrorist.de/ präsentiert.

Leider war der Film kürzlich plötzlich nicht abrufbar, da die "Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsschäden" (GVU) eine Sperrung bei Vimeo veranlasst hatte. Ebenso traf es den "Elektrischen Reporter" Mario Sixtus, dessen unter der Creative Commons stehenden Filmbeiträge ebenfalls gesperrt wurden.

Mit der Entschuldigung, das wäre ein Versehen und würde korrigiert, wollte sich dieser allerdings nicht zufrieden geben und fordert eine strafbewehrte Unterlassungserklärung. Da die GVU diese nicht freiwillig abgeben wollte, gab es nun eine Abmahnung.

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Das ist natürlich ein guter Grund zu Schadenfreude und recht schön ironisch.

Es zeigt aber nebenbei auch was der Preis für die unkomplizierte Einbindung und das Auslagern der technischen Schwierigkeiten der Videoeinbindung ist: der Verlust der Hohheit über die eigenen Daten.

Es ist mehr als ein wenig beunruhigend wenn die von einem selbst hochgeladenen eigenen Filme von Dritten gesperrt werden können, so dass sie auf der eigenen Website nicht mehr abrufbar sind.

Insofern werde ich mir beim nächsten einzubindenden Video etwas länger Gedanken machen, ob der Gewinn an Bequemlichkeit den Verlust an Kontrolle wett macht. Meinen flickr-Account werde ich trotzdem nicht kündigen. Und mich darüber freuen, wenn die GVU ordentlich auf die Finger bekommt.

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